Südwestfalen. Derzeit werden die Weichen für die Zukunft der Südwestfalen Agentur gestellt. Sie soll im Regionalmarketing und der Regionalentwicklung weiterhin Aufgaben dort übernehmen, wo kreisübergreifendes Handeln sinnvoll ist und wo Südwestfalen durch Zusammenarbeit als Region mehr erreichen kann. Das besagt das Zukunftskonzept für die Agentur ab 2027, für das es eine breite Zustimmung in der Region gibt. Fünf der sechs Gesellschafter haben bereits zugestimmt – auch dank der starken Erfolgszahlen.
„Mehr als 300 Millionen Euro Fördermittel für Südwestfalen, eine deutlich gestiegene Sichtbarkeit der Region und die Beteiligung von mittlerweile rund 450 Unternehmen an einem gemeinsamen Regionalmarketing illustrieren, was durch die gemeinsame Arbeit möglich ist“, betonte Ralf Schwarzkopf, Landrat des Märkischen Kreises und aktuell Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur. „All das ist unmittelbar mit der Südwestfalen Agentur verbunden.“
Die Südwestfalen Agentur wurde 2008 von den Kreisen Olpe, Soest, Siegen-Wittgenstein, Hochsauerlandkreis und Märkischer Kreis gegründet. Seit 2011 ist der Verein „Wirtschaft für Südwestfalen“ sechster Gesellschafter. Aus 30 Gründungsmitgliedern des Vereins sind inzwischen mehr als 450 Mitgliedsunternehmen geworden: von Kammern und Verbänden, die maßgeblich den Aufbau des Regionalmarketings vorangetrieben haben, bis hin zu Weltmarktführern und Handwerksbetrieben.
Die Agentur bündelt somit die Kräfte von Politik und Wirtschaft und kümmert sich um die Bereiche Regionalentwicklung und Regionalmarketing. Sie organisiert die kreisübergreifende Zusammenarbeit in Südwestfalen, entwickelt Modellprojekte, holt Fördermittel in die Region, erarbeitet Strategien im Auftrag der Region und vertritt Südwestfalen gegenüber der Landes- und Bundesregierung.
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur würdigte unlängst die Entwicklung der Region: „Wenn man bedenkt, dass die fünf Kreise und 59 Kommunen Südwestfalens offiziell erst 2007 den Schritt zur Region gegangen sind, ist es beeindruckend, wie viel seitdem passiert ist. Durch die REGIONALE-Projekte, durch das Regionalmarketing, vor allem aber durch ihr persönliches Engagement ist eine starke Marke entstanden – und die begeistert.“
Agentur bringt Südwestfalen Mehrwert – Zukunftskonzept ab 2027
Die REGIONALE 2025 endet, die Aufgabenstellung für die Südwestfalen Agentur bleibt. Planmäßig entfallen künftig jene Stellen, die sich um die Umsetzung der REGIONALE 2025 gekümmert haben. Ab 2027 soll sich die Agentur gemäß Konzept um drei Schwerpunkte kümmern.
Unter dem Schlagwort „Zukunftsregion Südwestfalen“ entwickelt und unterstützt die Agentur auch künftig kooperative Ansätze für die Region und erschließt Fördermöglichkeiten. Zudem stärkt die Agentur weiterhin die Marke Südwestfalen bundesweit und macht berufliche Chancen und Lebensperspektiven in Südwestfalen sichtbar. Im engen Schulterschluss mit Kammern, Verbänden und Wirtschaftsförderungen setzt sie zudem Maßnahmen zur gemeinsamen Positionierung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Südwestfalen um.
Das Zukunftskonzept ist gemeinsam mit Akteuren aus der Region entwickelt worden. Eingebunden waren neben Kreisen und Kommunen auch Wirtschaftsförderungen, Kammern, Verbände sowie Tourismus- und Kulturregionen. Die Agentur setzt damit weiterhin auf eine klare Arbeitsteilung mit den bestehenden Fachorganisationen, um Doppelstrukturen zu vermeiden.
Wirtschaft investiert weiterhin 600.000 Euro jährlich
„Unsere Städte und Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen. Das ist in Iserlohn nicht grundsätzlich anders als in Kreuztal, Sundern, Lippstadt oder Attendorn“, stellte Landrat Ralf Schwarzkopf heraus. „Die Ressourcen sind begrenzt. Deshalb ist Zusammenarbeit das A und O. Im Wettbewerb um Fördermittel, Investitionen und Fachkräfte können wir als Region gemeinsam deutlich mehr und deutlich schneller erreichen als jeder für sich.“
Für die kommenden beiden Jahre soll jeder der fünf Kreise – wie in den Vorjahren auch – jährlich 200.000 Euro beitragen: 80.000 Euro für das Regionalmarketing und 120.000 Euro für die regionale Entwicklung. Der Verein „Wirtschaft für Südwestfalen“ stellt für das gemeinsame Regionalmarketing weiterhin jährlich 600.000 Euro bereit.
Der Verein und vier der fünf Kreise haben dem Zukunftskonzept bereits zugestimmt und ein klares Signal für die Fortführung der Agentur gesendet. Im Kreis Siegen-Wittgenstein wurde die Entscheidung im Sommer 2026 vertagt und soll Ende September 2026 fallen.
„Zusammen schaffen wir mehr! Südwestfalen ist eine starke, authentische und attraktive Marke geworden“, sagt Johannes Huxol, Vorsitzender des Vereins „Wirtschaft für Südwestfalen“. „Grund dafür sind die Strategien, Programme und Projekte, die wir gemeinsam über die Südwestfalen Agentur anschieben, und die gemeinsame Profilierung unserer Region. Die Wirtschaft steht hinter diesem gemeinsamen Weg. Angesichts der kommenden Herausforderungen brauchen wir weiterhin alle fünf Kreise, die sich hinter dem Konzept versammeln.“

Derzeit werden die Weichen für die Zukunft der Südwestfalen Agentur ab 2027 gestellt. Fünf der sechs Gesellschafter der Agentur haben diesem bereits zugestimmt. (vlnr.) Johannes Huxol, Vorsitzender des Vereins “Wirtschaft für Südwestfalen”, Heinrich Frieling (Landrat Kreis Soest), Ralf Schwarzkopf (Landrat Märkischer Kreis, aktuell Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur), Andreas Müller (Landrat Kreis Siegen-Wittgenstein), Theo Melcher (Landrat Kreis Olpe), Thomas Grosche (Landrat Hochsauerlandkreis).
Foto: Südwestfalen Agentur GmbH
