Harley Days 2026 begeistern Besucher

artikelbild regionalesWillingen. Der unverkennbare, tiefe Sound schwerer Motoren vibrierte in den vergangenen Tagen (09.-12.06.2026) durch die Täler des Uplandes und ließ die Herzen tausender Motorrad-Fans höherschlagen. Von Donnerstag bis zum gestrigen Sonntag verwandelte sich Willingen in ein lebendiges Mekka für Biker und erstrahlte stolz in den traditionellen Harley-Davidson-Farben Orange und Schwarz.

Die diesjährigen Harley-Days markierten einen historischen Meilenstein in der Geschichte der Veranstaltung in Willingen: Erstmals wurde das Treffen als offizielles Harley-Davidson-Event ausgetragen. Mit diesem Ritterschlag steigt das Festival im Upland neben Hamburg und Dresden endgültig in die Top-Liga der wichtigsten offiziellen Motorrad-Events in Deutschland auf.

Harley-Davidson-Mekka begeistert Besucher in Willingen

Dass der Eintritt zum weitläufigen Eventgelände für alle Besucher kostenlos war, setzte dem logistischen Kraftakt der Macher die Krone auf. Verantwortlich für das Großereignis zeichnete als Hauptveranstalter die Willinger Event GbR, vertreten durch Florian Goebel und Reiner Mütze, in enger Kooperation mit Mitorganisator Volker Wolf.

Die Stimmung unter den zehntausenden Besuchern bei bestem Sommerwetter war durchweg bestens. Trotz der Masse an Menschen bestach das Festival durch eine bemerkenswert familiäre Atmosphäre, die von den Harley-Days-Gästen in vollen Zügen genossen wurde. Zwei, die diese Harmonie verkörpern, waren Carina Melior und Julia Astor, die aus Gießen angereist waren. „Wir sind mittlerweile schon das fünfte Mal hier bei den Harley Days, die ja vormals als Bike Days bekannt waren“, erzählten sie. „In diesem Jahr verbringen wir hier unser Mädels-Wochenende. Es herrscht eine unfassbar tolle Atmosphäre und die Stimmung auf dem Platz ist absolut grandios.“

Genauso euphorisch äußerte sich Britta Feldwisch aus Tecklenburg. In der bundesweiten Harley-Davidson-Fangemeinde ist sie als „Pink Lady“ bekannt. Im echten Leben arbeitet sie bodenständig als Küsterin. „Ich bin auch in diesem Jahr wieder restlos begeistert von dem, was hier geboten wird“, schwärmte sie. „Es ist schlicht unglaublich, was die Veranstalter hier auf die Beine gestellt haben.“

Den Gästen wurde ein volles Programm geboten. Der Startschuss für das Festival fiel bereits am Mittwochnachmittag, als der Schauspieler und Biker Wolfgang Fierek zahlreiche Fans in die Dorf Alm zog, wo er exklusiv sein neues Buch „Born to be Fierek“ vorstellte. Seit Donnerstag war das weitläufige „Harley-Village“ oberhalb des Sauerland Sterns das pulsierende Herzstück der Veranstaltung. Tausende Motorrad-Enthusiasten strömten auf das Areal, das eine beeindruckende Kulisse bot. Ein satter, synchroner Motorensound lag in der Luft, unterbrochen von spektakulären Reifen-Drifts. Ein Glanzpunkt waren die spektakulären Custom-Bikes. Überall auf dem Platz standen staunende Menschen, die ihre Smartphones zückten, um die handgefertigten und chromblitzenden Unikate für die Ewigkeit einzufangen. Hochprofessionell, souverän und humorvoll moderiert wurde das gesamte Spektakel von Jürgen Bangert.

Zum weiteren Programm gehörten neben der Motorrad-Messe, Harley-Davidson Expo und Dealer-Area auch kostenlose Probefahrten, Hubschrauber-Rundflüge und Stuntshows von Chris Lietsch und der „Pan America Adventure Zone“ sowie Konzerte von zahlreichen Bands. Für eine optische Finesse sorgten zwei Heißluftballons des Warsteiner Vereins „Happy Balloning“. Der Samstag kristallisierte sich als der besucherstärkste Tag heraus. Da zog vor allem die Custombike-Show Massen an, bei der eine Fachjury die edelsten Umbauten bewertete. Der Sonntag wurde zum entspannten Familientag mit einem finalen „Meet & Greet“ mit Wolfgang Fierek und einem Abschlusskonzert. Einen Höhepunkt bildete auch die Aktion, bei der ein glücklicher Gewinner eine neue Harley-Davidson Street Bob für einen symbolischen Euro mit nach Hause nehmen durfte.

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Bikefestival26

Ein Traum auf zwei Rädern: Moderator Jürgen Bangert (links) und Daniel Zürker mit der Harley-Davidson Street Bob, die ein Gewinner für nur einen Euro mitnehmen durfte.

Foto: Tanja Flörsch