Meschede. Bundesweit ruft Die Linke zu Protesten gegen die Sozialpolitik der Bundesregierung auf. Diesem Aufruf schließen sich der Kreisverband Hochsauerlandkreis und der Kreisverband Soest an. Am 14. Juni 2026 findet um 14 Uhr auf dem Von-Stephan-Platz in Meschede eine Demonstration mit anschließendem Demozug und Kundgebung statt.
Das Organisationsteam fordert die Bundesregierung auf, die geplanten Spar- und Reformmaßnahmen im Sozialbereich umgehend zurückzunehmen. Die Folgen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Krisen dürften nicht länger auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Rentnerinnen und Rentner sowie sozial benachteiligte Menschen abgewälzt werden. Nach Ansicht der Veranstalter gefährde die aktuelle Kürzungspolitik der Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Vertrauen vieler Menschen in die demokratischen Institutionen.
„Die Menschen spüren jeden Tag, was diese Politik für ihren Alltag bedeutet. Wir werden nicht zulassen, dass soziale Errungenschaften und Arbeitnehmerrechte den Interessen von Lobbyverbänden geopfert werden“, erklärt Sandy Richter, Geschäftsführerin des Kreisverbands Hochsauerlandkreis.
Die Linke ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich für eine gerechte und solidarische Politik einzusetzen. „Wir brauchen Investitionen in die Zukunft statt Sozialabbau. Die Proteste sind Ausdruck der wachsenden Unzufriedenheit vieler Menschen, aber zugleich auch ein Aufruf zum Handeln. Denn letztlich kann jede und jeder von diesen Kürzungen betroffen sein“, so Richter weiter.
Luke Matthias, Mitorganisator aus Olsberg, kritisiert insbesondere die Prioritätensetzung der Bundesregierung: „Die Kürzungen gehen in die völlig falsche Richtung. Während für Aufrüstung immer Geld vorhanden ist, wird bei Bildung, Jugendförderung und Renten gespart. Wir sollten aufhören, immer nach unten zu treten, und endlich nach oben schauen. Es fehlt nicht an Geld – es wird nur falsch verteilt.“
Als Rednerin wird unter anderem Charlotte Neuhäuser, Mitglied des Deutschen Bundestages aus Paderborn, erwartet. Zudem wird Katharina Büttner, Mitglied der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe aus Soest, einen Beitrag leisten. Das Organisationsteam begrüßt deren Teilnahme ausdrücklich. Weitere Redebeiträge von überregional bekannten Gästen sind möglich, können aufgrund laufender Abstimmungen derzeit jedoch noch nicht verbindlich angekündigt werden.
Für die Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich. Eigene Plakate sowie Redebeiträge aus der Bevölkerung sind ausdrücklich willkommen.
Weitere Informationen finden Interessierte auf den Instagram-Kanälen der Kreisverbände Hochsauerlandkreis und Soest.
