Südwestfalen-Konvent setzt Impulse für die Zukunft der Region

artikelbild regionalesSüdwestfalen. Wie geht die regionale Zusammenarbeit in den fünf Kreisen nach der REGIONALE 2025 weiter? Auf welche Themen kommt es in Zukunft an und wie sehen Lösungen aus? Darum ging es in der Schauburg Iserlohn beim Südwestfalen Konvent. Mehr als 200 Gäste aus der gesamten Region waren der Einladung gefolgt. Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und Verwaltung, Wirtschaft, Politik sowie aus Kultur, Natur und Ehrenamt nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam in Workshops an der Zukunft Südwestfalens zu arbeiten. Im Mittelpunkt stand das „Handlungskonzept Südwestfalen 2040“, das bis zum Sommer 2026 fertiggestellt werden soll.

Beim Konvent wurde der aktuelle Stand des Konzepts erstmals vorgestellt und diskutiert. Es fokussiert sich auf die fünf Gestaltungsfelder „Wirtschaft und Arbeit“, „Natur und Landschaft“, „Energie“, „Wohnen, Mobilität und Versorgung“ sowie „Bildung und Kultur“. Hinter diesen Oberthemen steckten bereits formulierte Zielvorschläge, die zur wirtschaftsstarken und lebenswerten Region Südwestfalen passen. In thematischen Workshops brachten die Teilnehmenden ihre Perspektiven zum aktuellen Stand ein und setzen Prioritäten in den jeweiligen Gestaltungsfeldern. Johannes Huxol, Vorsitzender des Vereins „Wirtschaft für Südwestfalen“ warb dafür, die Themen noch weiter zuzuspitzen. Es gelte insbesondere Südwestfalen als Standort produzierender Unternehmen gemeinsam und nachhaltig weiterzuentwickeln. Die neuen Chancen durch Energieerzeugung in der Region müssten dabei offensiv genutzt werden.

„Handlungskonzept Südwestfalen 2040“ kein Papier für die Schublade

Das Handlungskonzept Südwestfalen 2040 soll eine praxisnahe Arbeitsgrundlage werden für alle, die sich in der Region und für die Region einsetzen: für Kreise und Städte, wie auch für Wirtschaftsorganisationen, Tourismusverbände, Hochschulen und viele weitere. Egal ob in Gesprächsrunden auf der Bühne oder in den einzelnen Workshops: Alle Teilnehmenden des Konvents wollten kein weiteres Konzeptpapier, dass in der Schublade verschwindet, sondern praktisch genutzt und umgesetzt wird. „Papier ist geduldig – die Zukunft nicht. Entscheidend ist, dass wir die Themen mit Energie, klarem Kurs und echtem Gestaltungswillen anpacken. Wer zögert, lässt Chancen liegen. Dafür braucht es Verantwortungsbewusstsein und den Einsatz vieler Akteure: aus den Kommunen, der Wirtschaft und mitten aus der Gesellschaft. Die Herausforderungen sind längst da. Wir haben das Know-how und die Expertise, sie gemeinsam zu meistern“, betonte Ralf Schwarzkopf, Landrat des Märkischen Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur.

Die rege Beteiligung der 200 Gäste unterstrich einmal mehr die besondere Stärke Südwestfalens: die gute Zusammenarbeit über Themen und Kreisgrenzen hinweg. Hunderte Projekte sind Ausdruck davon, hunderte Millionen Euro Fördermittel und die wachsende Bekanntheit der Region bei der Politik in Düsseldorf, Berlin und Brüssel ebenso. In Zeiten, wo Ressourcen knapp sind, Mitarbeitende fehlen und die Herausforderungen wachsen, steckt im südwestfälischen Weg der Zusammenarbeit großes Potenzial. „Ihr dürft nicht nachlassen, denn andere Regionen schlafen nicht“, betonte Dr. Olaf Arndt von der Prognos AG, die die Region beim „Handlungskonzept Südwestfalen 2040“ unterstützt.

Der aktuelle Entwurf war in den vergangenen Monaten ausgearbeitet worden mit einer Arbeitsgruppe mit Verantwortlichen aus den unterschiedlichsten Bereichen der gesamten Region. Die Rückmeldungen der Konvent-Teilnehmenden fließen nun in den aktuellen Entwurf ein. Bis zum Sommer soll es fertig sein. Das „Handlungskonzept Südwestfalen 2040“ entsteht im Auftrag der fünf Kreise und desVereins „Wirtschaft für Südwestfalen“, dem über 450 Unternehmen angehören. Die Südwestfalen Agentur organisiert den Prozess.

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Alle Teilnehmenden des Konvents wollten kein weiteres Konzeptpapier, das in der Schublade verschwindet, sondern praktisch genutzt und umgesetzt wird. Über Gelingensfaktoren sprachen Christian Schoon (l.) und Dr. Olaf Arndt (r.) von der Prognos AG, die Südwestfalen bei der Erstellung des Konzepts unterstützt, mit Landrat Ralf Schwarzkopf (2.vl.), Johannes Huxol (Vorsitzender Wirtschaft für Südwestfalen e.V., m.) und Ulrich Berghof (Bürgermeister Stadt Drolshagen, 2.vr.).

Foto: Südwestfalen Agentur / Udo Geisler