Erdarbeiten am Ende der A46

artikelbild regionalesBestwig/Olsberg. Hat der Bau der Umgehungsstraße B7n bereits begonnen, handelt es sich um den Bau weiterer Windenergieanlagen mitsamt Zuwegungen oder was tut sich am Ende der Bundesautobahn A46? Zahlreiche Bürger der Gemeinde Bestwig sowie aus Olsberg und Umgebung wundern sich seit geraumer Zeit, was für eine „Mondlandschaft mit tiefen Kratern“ direkt hinter der Ausfahrt Richtung Bigge-Olsberg entstanden ist.

Ein aufmerksamer Bürger teilte sogar vor einigen Tagen mit: „Ich war zum Wandern im Antfelder Feld unterwegs. Am Ende der Autobahn gab es für mich eine Überraschung. Dort, wo die B7n weitergeführt werden soll, hat es in den letzten Wochen erhebliche Erdarbeiten gegeben. Mir ist nicht bekannt, dass die B7n jetzt doch schon gebaut werden soll“, so der Wanderer (Name der Redaktion bekannt).

Windkraftanlagen oder B7n? Das sagt Straßen.NRW

Auf Nachfrage des Sauerlandkurier teilte Lars Voigtländer, Leiter Planung in der Straßen.NRW-Regionalniederlassung in Meschede, Folgendes mit: „Es handelt sich nicht um Arbeiten mit Bezug zur B7n. Die Linie wurde noch nicht bestimmt. Erst im Anschluss können wir den nächsten Planungsschritt beginnen, die Aufstellung des Vorentwurfes.“

Windkraftanlagen oder B7n? Das sagt der Hochsauerlandkreis

Nach weiteren Recherchen hat sich nun ergeben, dass unterhalb der Ausfahrt Olsberg der Bau für zwei Windenergieanlagen (WEA) begonnen hat. Der Hochsauerlandkreis erklärte dazu: „Es werden dort gerade zwei Windenergieanlagen von ‚MW-Energie UG‘ (Meier und Wullenweber) errichtet. Der Baubeginn wurde dem Fachdienst Immissionsschutz angezeigt. Der Projektierer musste die ursprünglich vorgesehene Strecke für die Anlieferung von Bauteilen etc. ändern und hat eine Strecke vorgeschlagen, die vom Autobahnzubringer zu den Windenergieanlagen verläuft. Die Strecke wurde von der Unteren Naturschutzbehörde überschlägig geprüft und grundsätzlich für machbar eingestuft.“

Windkraftanlagen oder B7n? Das sagt das Regionalforstamt Soest-Sauerland

Federführend im Genehmigungsverfahren ist das Forstamt Soest-Sauerland, dem die Flächen derzeit vollständig forstlich gewidmet sind. Das Regionalforstamt Soest-Sauerland erklärt derweil, dass es über die Baumaßnahmen informiert sei. Die Genehmigung sei in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde erteilt worden und werde dem Projektierer in Kürze zugesandt.