Chronik Helmeringhausen erschienen

Helmeringhausen. Rudolf Hillebrand stellt 980 Jahre Ortsgeschichte auf 196 Seiten seiner Chronik dar. In diesen 196 Seiten stecken „unzählige Stunden Arbeit“ aus den vergangenen vier Jahren: „Ich kann es wirklich nicht beziffern“, sagt Rudolf Hillebrand mit Blick auf sein Buch „Helmeringhausen – eine Chronik“. Es enthält, so der Untertitel, „Geschichte und Geschichten rund um unser Dorf“, von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1046 bis heute. Die erste Auflage mit 100 Exemplaren ist bereits verkauft, weitere 50 Exemplare sind noch zu haben.

In diesem Jahr feiert Helmeringhausen sein 980-jähriges Jubiläum. Die Feier zum 975-Jährigen musste wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Für die Chronik ist Autor Rudolf Hillebrand tief eingestiegen in die Geschichte des Ortes. Er habe das Buch „nicht in einer bestimmten Funktion oder aus einem Amt heraus“ geschrieben, sondern „einfach aus Spaß“ – und das merkt man seinem Werk an.

In 14 Quellen in der Literatur ist Rudolf Hillebrand bei seinen Recherchen fündig geworden, außerdem in Protokollbüchern der örtlichen Vereine, in historischem Material, das er beim Heimatbund der Stadt Olsberg einsehen konnte, in Zeitungsausschnitten und alten Gerichtsakten und in einer Magisterarbeit, die das soziale Zusammenleben in Helmeringhausen beschreibt. Zudem hat er Gespräche mit Zeitzeugen und Angehörigen geführt. Einige Texte mussten aus der Sütterlin-Schrift übertragen werden. „Dabei hat mir meine Cousine geholfen“, sagt der geschichtsbegeisterte Autor.

Eine nicht so bekannte Tatsache hat seine Recherche wieder ans Licht gebracht: Bei der Gründung im Jahr 1046 war Helmeringhausen zunächst dort angesiedelt, wo sich heute in Bigge die Straße Unterm Hagen befindet. Dort ist das Dorf wahrscheinlich abgebrannt, was allerdings nicht schriftlich belegt ist. Die Dorfbewohner wanderten den Berg hinauf und siedelten sich zwischen den heutigen Orten Bigge und Helmeringhausen an. Nach dem 30-jährigen Krieg versprach der heutige Standort mehr Sicherheit und die Dorfbewohner zogen noch ein zweites Mal um.

Neben dem ehrenamtlichen Engagement von Rudolf Hillebrand und Dieter Pfennigwerth aus Essen, der das Layout des Buches übernommen hat, wurde die Herstellung der Dorfchronik von der Bürgerstiftung „Wir in Olsberg“ finanziell unterstützt. Wer eines der Exemplare haben möchte, kann dieses für 20 Euro bei Ortsvorsteher Winfried Henke bekommen.

Das 980-jährige Jubiläum wird in Helmeringhausen groß gefeiert: am Samstag, dem 3. Oktober 2026, mit einer Schnade, mit Aktionen im Dorf und mit Führungen, mit einer Ausstellung zur Dorfgeschichte, mit einem Kartoffelbraten und gemütlichen Beisammensein in der Schützenhalle. Dazu sind alle Interessierten willkommen.

Eine Woche später, am Samstag, dem 10. Oktober, kommt wieder die Apfelpresse nach Helmeringhausen. Auch hierfür können sich Interessierte, die aus eigenen Äpfeln Saft pressen lassen möchten, noch anmelden: per WhatsApp bei Sven Flenner von der Kolpingsfamilie Helmeringhausen unter 0151 24001732.

Chronik Helmeringhausen2026

Autor Rodolf Hillebrand präsentiert die Chronik von Helmeringhausen.

Foto: Mario Polzer)