Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die Restaurierung Wendt‘sche Kapelle

Bigge. Die von-Wendt‘sche Kapelle auf dem städtischen Friedhof in Bigge kann restauriert werden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die geplanten Arbeiten mit einem Zuschuss von 15.000 Euro. Die symbolische Übergabe des Fördervertrags erfolgte bei einem Pressetermin am Donnerstag, direkt an der historischen Kapelle auf dem Friedhof in Bigge.

Die Fördermittel sind für die Restaurierung des Altars und des Altarbildes vorgesehen. Insgesamt beläuft sich das Projekt auf ein Volumen von rund 35.000 Euro. Die verbleibenden 20.000 Euro werden von der Familie von Wendt selbst getragen. Damit leistet die Eigentümerfamilie einen erheblichen Beitrag zum Erhalt des historischen Bauwerks.

Mit der Förderzusage ist ein wichtiger Schritt für die Sicherung und Restaurierung des denkmalgeschützten Bauwerks getan. Nach Abschluss der Arbeiten sollen Altar und Altarbild wieder in einem Zustand präsentiert werden können, der ihrer historischen und künstlerischen Bedeutung gerecht wird.

Zur Übergabe waren die Denkmaleigentümer Clemens Freiherr von Wendt und Maximilian Freiherr von Wendt, sowie Christoph Menke als Vertreter der Stadt Olsberg anwesend. Gemeinsam nahmen sie den symbolischen Förderscheck von Rolf Klostermann, ehrenamtlicher Mitarbeiter und Leiter des Ortskuratoriums Sauerland der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, entgegen.

Die Kapelle befindet sich auf dem Friedhof in Bigge und dient der Familie von Wendt seit dem Jahr 1863 als Grablege. Seit mehr als 160 Jahren werden hier Angehörige der Familie bestattet. Bis heute ist die Kapelle ein wichtiger Ort des familiären Gedenkens. Jedes Jahr zu Allerheiligen versammelt sich die Familie von Wendt dort zu einem gemeinsamen Gottesdienst und erinnert an die verstorbenen Vorfahren.

Seltener Einblick in die Gruft

Im Rahmen des Pressetermins erhielten die Teilnehmer auch die seltene Gelegenheit, einen Blick in die Gruft unterhalb der Kapelle zu werfen. Dort ruhen mehrere Generationen der Familie von Wendt. Die gemauerten Grabkammern vermitteln einen eindrucksvollen Eindruck von der langen Geschichte der Familie und ihrer Verbundenheit mit der Region Olsberg und dem heutigen Ortsteil Bigge.

Die anstehende Restaurierung konzentriert sich insbesondere auf den Altarbereich und das historische Altarbild. Ziel ist es, die vorhandene historische Substanz möglichst vollständig zu erhalten und gleichzeitig Schäden zu beseitigen, die durch Alterung und Umwelteinflüsse entstanden sind. Vor den eigentlichen Arbeiten werden eine umfassende Bestandsdokumentation sowie eine genaue Schadensanalyse erstellt. Auf dieser Grundlage können die Restauratoren die notwendigen Maßnahmen fachgerecht planen und umsetzen.

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Der symbolische Scheck wurde am Ort der geplanten Arbeiten übergeben.

Foto: Christine Futter