Museum Haus Hövener ist um einen historischen Schatz reicher

Brilon. Ein Stück Briloner Stadtgeschichte fand den Weg in das Museum der Bürgerinnen und Bürger aus Brilon und den 16 Dörfern. Christoph Sprenger überraschte die Verantwortlichen des Hauses Hövener mit einem ganz besonderen Artefakt. Eine Statue der Madonna samt Kind, wunderbar gefertigt, befand sich seit Generationen im Familienbesitz und wird nun der Öffentlichkeit dauerhaft präsentiert werden. Weit über 500 Jahre alt ist das neueste Exponat und weitaus mehr als nur ein Kunstgegenstand.

Museumsleiter Carsten Schlömer fasst es zusammen. „Der christliche Glaube war das wichtigste Element der Identität von Menschen im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Er verband die Bewohner der Briloner Hochfläche über sprachliche und soziale Grenzen hinweg. Die Madonna ist daher nicht nur klerikale Kunst, sondern ein Sinnbild für die städtische Kultur.“ Dass es sich tatsächlich um ein so altes Objekt handelt, belegen die Buchreihe „Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen“. Im Band über den Kreis Brilon wird von verstreuten Bildwerken berichtet. Dort wird die 65 cm hohe Madonna als einer der ältesten Kunstschätze für das Ende des 15. Jahrhunderts vermerkt.

Nur die Madonna im Krankenhaus ist noch einmal 200 Jahre älter. Die Zeit hat natürlich Spuren hinterlassen und Beschädigungen konnten im Laufe der Jahrhunderte nicht verhindert werden. Woher diese im Detail stammen, ob ein Brand die Statue bedrohte oder andere Ursachen verantwortlich sind, bleibt Spekulation. „Mit der Übergabe der Madonna beweist die Familie Sprenger, dass den Menschen ihre Geschichte wichtig ist. Dafür danken das Museumsteam und die Verantwortlichen des Hauses Hövener Herrn Sprenger sehr“, drückt Schlömer weiter den Wert dieser Dauerleihgabe aus. Schließlich ist dieses Stück Stadtgeschichte wirklich ganz besonders.

Hoevener26

Christoph Sprenger (rechts) überreicht Carsten Schlömer ein echtes Stück Stadtgeschichte.

Foto: Museum Haus Hövener