Brilon. Das 133. Kunststück der Woche stammt von der Abschlussstufe 2026 der Schule an der Ruhraue in Olsberg. Die Schüler und Schülerinnen bekamen von ihrer Lehrerin Andrea Haase die Aufgabe gestellt, ein Fotoportrait von sich zu komponieren. Ausgangsidee waren die bekannten Werke der argentinischen Fotografin und Künstlerin Romina Ressia. Ihre Werke muten wie Portraits aus der Zeit der Renaissance an, wären da nicht die modernen Gegenstände, die aus der heutigen Zeit stammen. Dieser spannende Gegensatz bringt die Menschen beim Betrachten dazu, Zeit und Identität zu hinterfragen.
Für das Kunstprojekt sollten alle einen Alltagsgegenstand auswählen, der für sie wichtig ist, und mit dem sie sich abbilden lassen wollten. „Zunächst war die Klasse sehr skeptisch“, berichtet Haase, „aber dann haben alle begonnen, darüber nachzudenken: Was ist für mich typisch? Womit möchte ich mich zeigen?“. Schließlich wurden Gegenstände gewählt wie ein Basketball, eine asiatische Nudelsuppenpackung, ein Talker für die unterstützte Kommunikation oder eine Discokugel, in Szene gesetzt und fotografiert. Die Werke wurden bei der Schulentlassungsfeier gezeigt, die unter dem Motto stand „Finissage – von der Skizze zum Meisterwerk“. Haase erklärt: “Unser Abschlussjahrgang startet in eine neue Welt. Der „Ausstellungsraum“ Schule wird verlassen. Die Arbeiten haben alle angeregt, sich zu fragen, wie gehe ich aus der Schulzeit heraus? Wer bin ich jetzt?“. Eine Auswahl der 14 Werke sowie das Portrait von Klassenhund Henna werden bis zum 7. August 2026 im Briloner Lädchen gezeigt.

„Selbstportrait nach Romina Ressia“ - das 133. Kunststück der Woche bei Brilon Kultour aus der Schule an der Ruhraue
Foto: Andrea Haase
