Brilon. Das 132. Kunststück der Woche bringt 10 Kilo auf die Waage. JoSch alias Joachim Schulz hat den Gorilla aus Styropor und Beton 2024 geschaffen. Während der Arbeit an einer Reihe von Büsten verschiedener Länder stellte sich ihm die Frage, wo denn eigentlich der Ursprung aller Menschen liege. Und er hatte die Idee, einen Affen zu schaffen, wollte es einfach mal ausprobieren. Sein Gorilla ist nach dem Film „Gorillas im Nebel“ benannt. Es ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Dian Fossey.
Die US-amerikanische Zoologin und Verhaltensforscherin hat darin ihr Leben im Urwald als Forscherin und ihre Beziehung zu einer Gorillagruppe geschildert. Darunter auch „Digit“, ihr Lieblingsgorilla, einer der ältesten Silberrücken damals, ein männliches Leittier des Familienverbandes. Der 65-jährige Antfelder Bildhauer betont: „Wir stammen doch alle von einem Ursprung ab“ und sieht sein Werk auch als ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung. Unter diesem Motto stand seine Ausstellung im Kulturpalast Dresden im März und April: „Dasein - was uns Menschen bewegt.“ Sein „Digit“ bleibt bis zum 24. Juli 2026 im Schaufenster des Briloner Lädchen. Wer weitere Werke von JoSch betrachten möchte, ist herzlich zur Kunstpause im Garten des Künstlers am Ortseingang von Antfeld eingeladen von April bis Oktober. Seine Workshops zur Betonkunst bietet er ganzjährig an im Wiesengrund 22.

„Digit“ - das 132. Kunststück der Woche bei Brilon Kultour von Josch
Foto: JoSch
