Altkreis Brilon. „Kein Plastik in die Biotonne“ lautet die gemeinsame Kampagne der Lobbe Umweltservice GmbH Co. KG zusammen mit den Kommunen Bestwig, Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Olsberg, Schmallenberg und Winterberg sowie dem Abfallentsorgungsbetrieb des HSK (AHSK). Ab kommenden Montag, 4. Mai 2026, startet eine breit angelegte Aufklärungskampagne gegen Fehlwürfe im Bioabfall.
Mit Plakaten, Bannern, Flyern und Aufklebern auf den Biotonnen sowie über Social-Media-Kanäle und eine eigene Landingpage machen die Verantwortlichen deutlich: Hygieneartikel, Plastik, Elektrogeräte, Kleintierstreu und andere Fremdstoffe gehören nicht in die Biotonne. Ziel ist es, die Qualität des Bioabfalls zu verbessern.
Warum Fremdstoffe Probleme verursachen
Zusammen wollen die Städte und Kommunen mit den Abfallentsorgungsbetrieben die Bürger sensibilisieren, aufklären und die Haushalte dazu anhalten, den Abfall noch besser zu trennen sowie keine kompostierbaren Abfallbeutel zu verwenden. Damit orientiert sich die vorbildliche Aktion an der bundesweiten Initiative #wirfuerbio. „Der Handlungsbedarf ist groß, denn der Bioabfall im Hochsauerlandkreis enthält zu viele Fremdstoffe“, betonte Lothar Thiele, AHSK-Betriebsleiter. „Unsere Aufgabe ist es, Wege für die Verwertung und Beseitigung des Abfalls zu finden.“
Bedeutet konkret: Durch falsche Abfälle in der Biotonne wird das Weiterverarbeiten und Verwerten erheblich beeinträchtigt. Dies führe zu steigenden Kosten und es leide die Kompostqualität. Es sei wichtig, die Bioabfälle konsequent zu trennen und Plastiktüten nicht in die Biotonne zu werfen sowie kompostierbare Abfallbeutel, da diese sich nur sehr langsam zersetzen würden.
Die zulässige Fremdstoffquote von einem Prozent im Bioabfall werde häufig überschritten, erklärte Thiele. Umso wichtiger seien gezielte Bürgerinformation und begleitende Kontrollen. Nur durch konsequente Abfalltrennung ließen sich die Kosten im Griff behalten: Fehlwürfe führten langfristig dazu, dass die Entsorgung teurer werde und die finanziellen Belastungen letztlich auf die Kommunen und damit auf die Bürger zurückfielen.
Alle Akteure der Kampagne sind sich einig: Je sauberer der Bioabfall, desto besser ist das für die Umwelt, das Klima und die Ressourcen. „Nur aus sauberem Biomüll kann hochwertiger, gütegesicherter Kompost entstehen“, fügte Lobbe-Geschäftsführer Marcell Wiese hinzu.
Kontrollen angekündigt
Um das gemeinsame Ziel der Aktion zu erreichen, werden ab Juni 2026 im Auftrag der Kommunen Biotonnenkontrollen durchgeführt. Haushalte mit falsch befüllten Tonnen erhalten zunächst einen Hinweis mit Informationen zur korrekten Abfalltrennung. Bei wiederholten Verstößen folgen zunächst eine „gelbe“, später eine „rote Karte“. Zudem werden die Betroffenen aufgefordert, den Bioabfall entsprechend nachzusortieren. „Die Kontrollen sind eine unterstützende Maßnahme, um Haushalte bei der richtigen Abfalltrennung aktiv zu begleiten und die Bioabfallqualität Schritt für Schritt zu verbessern“, brachte es Lothar Thiele auf den Punkt.CLAUDIA METTEN

„Kein Plastik in die Biotonne“ lautet die gemeinsame Kampagne der Lobbe Umweltservice GmbH Co. KG zusammen mit den Kommunen Bestwig, Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Olsberg, Schmallenberg und Winterberg sowie dem Abfallentsorgungsbetrieb des HSK (AHSK).
Foto: Claudia Metten
