Die Kolpingsfamilie illuminiert das Buchhorst-Kreuz

Bigge. Wenn die Dämmerung über das Land zieht, erstrahlt in diesen Tagen, Ostern 2026, ein besonderes Zeichen hoch über dem Ort: Das Kreuz auf der 526 Meter hohen Buchhorst ist wieder beleuchtet. Was als handfeste Gemeinschaftsaktion der Kolpingsfamilie Bigge beginnt, setzt pünktlich zur Osterzeit ein weithin sichtbares Signal für Hoffnung und Zuversicht.

Die Tradition folgt einem festen Rhythmus: Nach der feierlichen Frühschicht am Karfreitag und dem gemeinsamen Kreuzweg machen sich die Helfer daran, die Beleuchtung zu installieren. Für die Aktiven ist dies mehr als nur eine technische Aufgabe. Das strahlende Kreuz verbindet die christlichen Kernbotschaften: Es steht symbolisch für Jesus als „Licht der Welt“ und schlägt die Brücke vom Tod und der Erlösung hin zur Auferstehung und dem Sieg des Lebens.

Von Hubschraubern und harter Arbeit
Die Geschichte des Gipfelkreuzes ist eng mit dem Engagement der örtlichen Gemeinschaft verknüpft. Während der Betonsockel die Jahreszahl 1967 trägt, markiert der 8. November 1997 einen Meilenstein in der Dorfchronik. Damals ersetzte die Kolpingsfamilie das in die Jahre gekommene Holz durch ein neues, rund 10 x 5 Meter großes Kreuz. In einer spektakulären Aktion wurde das massive Bauwerk per Hubschrauber an seinen Bestimmungsort geflogen und von Pastor Werner Spanken sowie Propst Walter Hiltenkamp gesegnet.

Früher glich der Aufstieg zum Gipfel einer logistischen Herkulesaufgabe. Jeder Wasserkanister und jede Beleuchtungsvorrichtung musste mühsam zu Fuß über den steilen Pfad nach oben getragen werden. Dass der Humor dabei nie zu kurz kam, beweist eine Anekdote der Bigger: Einst schleppte die Gruppe sogar einen kompletten Kicker-Tisch mit auf den Berg. Heute erleichtert die Anschüttung des angrenzenden Steinbruchs die Arbeit; geländegängige Fahrzeuge können nun fast bis zur Kuppe vorfahren.

„Wache halten“ bei Wind und Wetter
Wer sich zur Osterzeit auf die Buchhorst begibt, muss wetterfest sein. Statistisch gesehen fällt das Fest zu 77 % in den April – und der macht bekanntlich, was er will. Von strahlendem Sonnenschein im T-Shirt bis hin zu zentimeterhohem Neuschnee oder Dauerregen haben die Helfer schon alles erlebt. Doch die Stimmung lassen sich die Beteiligten nicht vermiesen. Während sie beim beleuchteten Kreuz „Wache halten“, entstehen jedes Jahr neue Geschichten, die den Zusammenhalt der Gemeinschaft festigen. „Es sind diese Erlebnisse, von denen wir als Gemeinschaft noch lange zehren“, heißt es aus den Reihen der Kolpingsfamilie. 

Kreuz Buchhorst26

So bleibt das Buchhorst-Kreuz auch in diesem Jahr nicht nur ein geografischer Orientierungspunkt, sondern ein leuchtendes Bekenntnis zu Tradition und Zusammenhalt in Bigge.

Foto: Kolpingsfamilie Bigge