Dorftreff mit Ehrenamtskneipe

Wulmeringhausen. Ein Dorftreff mit Ehrenamtskneipe soll im Dorfgemeinschaftshaus in Wulmeringhausen entstehen: Konkret möchte der Förderverein Wulmeringhausen den bisherigen Besprechungsraum der Feuerwehr entsprechend umbauen. Für die Stadt Olsberg als Gebäudeeigentümerin hat jetzt der Ausschuss Planen und Bauen einstimmig seine Zustimmung zu den Planungen erklärt und zugleich die Nutzungsvereinbarung um 15 Jahre verlängert.

Mit dem geplanten Dorftreff soll in Wulmeringhausen zum einen ein zentraler, offener Treffpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger entstehen, der Begegnung und Austausch zwischen den Generationen fördert, erläuterte Markus Senge vom Förderverein Wulmeringhausen den Ausschussmitgliedern. Und zum anderen soll auch die lokale Bergbaugeschichte bewahrt und sichtbar gemacht werden.

Hintergrund: Im Rahmen einer „Dorfwerkstatt“ hatte es im Jahr 2024 zwei Workshops in Wulmeringhausen gegeben, in denen sich der Bedarf eines zentralen, multifunktionalen Treffpunktes im Ort herauskristallisiert hat. Die Freiwillige Feuerwehr als bisherige Nutzerin der Räume und auch die Stadt Olsberg als Eigentümerin des Gebäudes wurden in die Abstimmungen mit einbezogen. Finanziert werden soll das Vorhaben durch bereits genehmigte Fördermittel aus dem LEADER-Programm, Spenden sowie eigene Mittel, so dass der Stadt Olsberg selbst keine direkten Kosten entstehen.

Die Ehrenamtskneipe selbst soll durch ehrenamtliche Wirte und Helfer betrieben werden. Erträge, die dabei entstehen, fließen in örtliche Vereine und Projekte. Genutzt werden können soll der Dorftreff von allen Bürgerinnen und Bürgern – auch unabhängig von Vereinsmitgliedschaften.

Im Rahmen des Umbaus soll die Raumaufteilung im Erdgeschoss des Dorfgemeinschaftshauses umstrukturiert werden. Dabei entstehen barrierefreie Zugänge und Toiletten. Geplant ist, den Dorftreff mit „Bergbaumaterialien“ wie Schiefer und Holz zu gestalten und durch historische Fotos und Dokumente auch die Dorfgeschichte mit einzubeziehen. Insgesamt 18 Monate Umbauzeit sind vorgesehen – „wir haben ein großes Projekt vor der Brust“, bekannte Markus Senge.

Von den Mitgliedern des Ausschusses Planen und Bauen gab es einhellige Unterstützung für das Vorhaben – „ein wirklich tolles Projekt“, brachte es Ausschussvorsitzender Uwe Lingenauber (CDU) auf den Punkt.