Bruchhausen. Archäologische Funde, die Modernisierung des Infocenters mit den drei Themenbereichen Biologie, Geologie und Archäologie, der neue barrierefreie Zugang sowie die verbesserte Infrastruktur und der außerschulische Lernstandort für Schulklassen wurden nun auf dem Stiftungsempfang im Wasserschloss Bruchhausen lobend in den Vordergrund gestellt.
Bruchhauser Steine weiter im Aufwind
Das beliebte und bekannte Boden- und Kulturdenkmal Bruchhauser Steine im Stadtgebiet Olsberg zieht jährlich rund 30.000 Besucher an – Tendenz leicht steigend – und zählt damit zu den beliebtesten Ausflugszielen in der heimischen Region. Stiftungspräsidentin Baronin Nadja de Pierpont-Freifrau von Fürstenberg berichtete auf dem traditionellen Jahresempfang über die Stiftungsarbeit sowie aktuelle Projekte rund um die Felsen.
„Die Außenhülle des Informationscenters ist modernisiert und die Infrastruktur verbessert worden. Dadurch erhalten Besucher nun noch komfortabler Informationen über die Bruchhauser Steine, das Gebiet mit seinen Besonderheiten sowie über die vielfältigen Angebote“, betonte die Stiftungspräsidentin, die erst am 31. Januar 2025 das Amt von ihrem Vater, Baron Hubertus von Fürstenberg, übernommen hat.
Lernort in Natur und Geschichte
In ihrem Rückblick hob die Baronin die Wichtigkeit der monumentalen Steine auch für die Kinder und Jugendlichen hervor, denn ganze Schulklassen sind seit Jahren auf den Themenwegen unterwegs, nehmen an Führungen teil und nutzen die digitalen Formate wie die „BIPARCUR“-Schnitzeljagd, um Natur, Geologie und Geschichte interaktiv zu entdecken. Baronin Nadja de Pierpont-Freifrau von Fürstenberg erwähnte weiter, dass der gut besuchte Familientag im Sommer mit Falknervorführung und Bastelaktionen sowie die Fackelwanderung zum Abschluss des Jahres zu den Höhepunkten zählen würden.
Ausblick 2026
„Der Besuch der Bruchhauser Steine richtet sich an ein breites Spektrum, an Naturfreunde, neugierige Entdecker und Familien mit ihren Kindern. Sie nutzen die Infotafeln, um das Gebiet zu erkunden und genießen oben auf dem Gipfel die Aussicht“, so die Präsidentin. „Für 2026 steht nun die Modernisierung der Ausstellung an. Dafür hat die Stiftung 15.000 Euro investiert.“
Weiter berichtete sie, dass derzeit die neuen archäologischen Funde der LWL-Archäologie für das Infocenter aufbereitet werden. In neuen Vitrinen sollen sie die Geschichte des Ortes noch anschaulicher vermitteln. Ergänzend dazu soll die Beschilderung von Bruchhausen bis hinauf zum Infocenter verbessert und das Angebot für Gruppen und Besucher fortgesetzt werden.
Archäologische Neufunde
Besonders spannend seien die jüngsten archäologischen Entdeckungen. Auf dem Feldstein wurden zwei Tüllenbeile aus der Eisenzeit gefunden sowie Spuren eines prähistorischen Quarzabbaus, die auf kultische Handlungen hindeuten. „Seit fünf Jahren ist die Stiftung Einsatzstelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Junge Menschen können sich an den Bruchhauser Steinen ein Jahr lang für Naturschutz einsetzen“, ergänzte die Stiftungspräsidentin auf dem Stiftungsempfang.
Mit all ihren Projekten zeigt die Stiftung Bruchhauser Steine, dass Naturschutz, Geschichte, Archäologie und Bildung eng miteinander verbunden sind. Die Stiftung macht das Naturmonument mit ihrem Einsatz erlebbar für jetzt und zukünftige Generationen. CLAUDIA METTEN
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Auf dem Stiftungsempfang im Wasserschloss Bruchhausen hat die Stiftung Bruchhauser Steine ihre aktuellen Projekte und Entwicklungen vorgestellt.
Fotos: KK
