Brilon. Mit einem abwechslungsreichen Programm und vor einem prall gefüllten Saal hat das Blasorchester Brilon am zweiten Januarsamstag 2026 sein traditionelles Jahreskonzert in der Schützenhalle St. Hubertus 1417 gefeiert. Unter der Leitung von Dirigentin Matan David überzeugten die Musikerinnen und Musiker mit präzisem Klang, großer Spielfreude und einer gelungenen Mischung aus sinfonischer Blasmusik und moderner Unterhaltung.
Der erste Konzertteil stand ganz im Zeichen anspruchsvoller Konzertliteratur. Stücke wie „Appalachian Overture“, „Persis“ und „Fate of the Gods“ verlangten dem Orchester volle Konzentration ab und zeigten eindrucksvoll das musikalische Niveau des gut 70-köpfigen Ensembles. Das Publikum dankte mit kräftigem Applaus.
Vor der Pause wurden langjährige aktive Mitglieder geehrt: für 10 Jahre Helena Schröder u. Rike Götte; für 25 Jahre Julia Henke, Daniel Hohmann, Pia Kallen, Jana Schlüter, Maximilian Schreckenberg u. Robin Schneider und für 30 Jahre Christiane Aust, Karin Schmitz, Martin Schmitz, Thomas Becker u. Christian Düppe. Der 1. Vorsitzende Michael Böddicker wurde für seine Verdienste im Vorstand – u.a. Beisitzer, Jugendleiter, 1. Vorsitz seit 2016 – mit der Landesehren-Medaille des Volksmusikerbundes ausgezeichnet. Den Abschluss des ersten Teils bildete das energiegeladene und metaphorische „Ross Roy“ von Jacob de Haan.
Nach der Pause wechselte Dirigentin David mit ihrem Orchester nahtlos in leichtere Klangwelten.
Mit „Eine kleine Rockmusik“ und „Invincible“ präsentierten die Musikerinnen und Musiker moderne Titel, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden. Gesanglich glänzte zuerst Vanessa Blüggel, die bei „Invincible“ (Arr.: Guido Rennert) ihre Stimme eindrucksvoll einsetzte. Auch Sängerin Rike Götte trat mit dem französischen ESC-Song „Voilá“ als Solistin hervor. Beide Sängerinnen interpretierten dann gemeinsam den 80er-Jahre-Erfolg „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ von Nena – ein Höhepunkt des Abends.
Mit „Elvis – The King“ zollte das Orchester dem legendären Rock’n’Roll-Star Tribut, bevor das rasante „Last Call“ (Komponist Otto M. Schwarz) den offiziellen Konzertteil abschloss. Bei der Zugabe „Bohemian Tequila“ wurde den Aktiven und dem Publikum stilecht ein Gläschen Tequila gereicht – ein geselliger Moment, der für Heiterkeit sorgte. Krönender Abschluss war der „Böhmische Traum“, nach der mexikanischen Variante, dann als Original – ein musikalischer Gruß an die Tradition der Blasmusik.
Mit stehenden Ovationen und vielen lächelnden Gesichtern endete ein Konzertabend, der wieder einmal bewies, welchen festen Platz das Blasorchester Brilon im kulturellen Leben der Stadt einnimmt.

Foto: sabrinity
