Basti erklärt die fünf Säulen von Pfarrer Kneipp

„Die Klappmaulpuppe Basti soll die Herzen von Olsberg erobern und in leichter Sprache die Lehre von Pfarrer Kneipp vorstellen“, betonte Tobias Eisenhut auf dem Pre-Opening des Projekts „Basti erklärt“ in der Konzerthalle Olsberg, Geschäftsführer Tourismus Brilon Olsberg GmbH. „Im Sommer wurde bei allen herausfordernden Wetterlagen wie Hitze und strömendem Regen fleißig gearbeitet, gedreht und geschnitten.

„Basti erklärt“, ist ein vom Josefsheim Olsberg entwickeltes Projekt in Kooperation mit dem Auftraggeber, der Touristik und Stadtmarketing Olsberg GmbH. In leichter Sprache und in einfachen Sätzen erklärt die Klappmaulpuppe mit den brauen Knopfaugen in Kurzfilmen die besonderen Rastorte mit ihren Highlights im Kneipp Erlebnispark.

Olsbergs neuer Bürgermeister Patrick Potthoff hob in seiner Rede hervor, wie wertvoll Basti für den Park und somit für die Stadt sei. „Die neugierige Figur erklärt die Gesundheitslehre von Pfarrer Kneipp mit dem Ziel, den Park barrierefreier, familienfreundlicher und moderner zu gestalten. Das Projekt ist ein echter Mehrwert für Olsberg, das die Stadt gerne unterstützt.“

Ein Projekt für Menschen mit Behinderungen und Handicaps, für Senioren, Familien mit Kindern sowie für alle Interessierten von nah und fern, das den Park erlebbar macht, zum Mitmachen auffordert und gleichzeitig zu Abenteuern auf der barrierefreien Entdeckungsreise aufruft.

Initiator Jürgen Mies erklärte dazu, das durch das Projekt die fünf Säulen der Kneippschen Gesundheitslehre (Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter und Lebensordnung) auf spielerische und verständliche Weise dargestellt werden. Wer die kneippschen Gesundheitsregeln in seinen Alltag integriere, der spüre schnell wie anregend es sei, mit nackten Füßen durch kaltes Wasser zu laufen oder wie gut Kräuter helfen die Gesundheit zu stärken.

„Inklusion ist kein Schlagwort, sondern eine Haltung und Überzeugung. Im Projekt Basti haben Menschen mit und ohne Behinderung hervorragend hinter und vor der Kamera zusammengearbeitet. Das war ein Treffen auf Augenhöhe“, verdeutlichte Jürgen Mies, der eine pädagogische Puppenspiel-Ausbildung absolviert hat.

Voller Stolz berichtet er, dass „Basti erzählt“ für Mut, Leidenschaft und neue Wege gehen steht. Das Projekt habe gezeigt, dass Inklusion am Stärksten sei wenn sie lebt und nicht nur darüber gesprochen werde.
„So wird Basti weit über diesem Moment in Köpfen und Herzen leben. Basti war Liebe auf den ersten Blick, als ich das Konzept entwickelte und in der Touristik vorstellte“, so der Projektkoordinator. „In diesem Projekt treffen gelebte Inklusion, Wissensvermittlung, Handpuppenspiel und Dreharbeiten zusammen.“

Sätze nach den Filmarbeiten von den Akteuren und Darstellern aus dem Josefsheim wie: „Endlich sieht mal einer was wir können.“, Endlich werden wir gesehen.“ oder auch „Endlich bekommen wir das Gefühl, was Wertschätzung ist.“ hätten das Projekt auf eine ganz besondere Ebene gehoben, auf eine Ebene von Akzeptanz, Gleichberechtigung und Gemeinschaft.

„Der Mensch stand im Mittelpunkt, Vertrauen ist gewachsen, Freundschaften sind entstanden und das Selbstvertrauen wurde gestärkt“, ergänzte Jürgen Mies glücklich. „Ein großer Dank an alle, die das Projekt möglich gemacht haben, für den Zusammenhalt und die echte Partnerschaft.“

„Basti erklärt“, ein Inklusionsprojekt für die Gegenwart und Zukunft, das bereits beim Pre-Opening und nach den ersten Kurzfilmen rund um den Kneipp Erlebnispark und die Welt der Kräuter auf großen Zuspruch stieß. Ein kleiner Junge brachte es mit nur wenigen Worten voller Begeisterung und Enthusiasmus auf den Punkt: „Mama wann gehen wir los und erkunden die Welt von Basti.“

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Fotos: Claudia Metten