5. Olsberger Wirtschaftsgespräch zu Zentren- und Einzelhandelskonzept

„Konzepte stehen - was nun?“

 

omwirtschaft6.jpgFragen der Stadtentwicklung wolle man nicht hoheitlich, sondern im Dialog mit den Bürgern und vor allem den Gewerbetreibenden diskutieren und entscheiden, so Elmar Reuters Einstieg ins 5. Wirtschaftsgespräch am 27. November. Zahlreiche Gewerbetreibende der Stadt und ihrer Ortsteiler waren der Einladung ins Haus des Gastes gefolgt.

Zum Zentrenkonzept Olsberg 2015 gab der Bürgermeister eine Bestandsaufnahme. Basierend auf fünf Säulen, die sich auf Wirtschaftsstruktur, städtebauliche Veränderungen, Grün- und Freiflächenstruktur, Verkehrsstruktur und die Bevölkerungsentwicklung beziehen, soll ein Maßnahmenkatalog entwickelt und in 2008 auch der Bürgerschaft vorgestellt werden. Zusammen mit dem Ingenieursbüro Hoffmann und Stakemeier wurden verschiedene Thesen formuliert.

Wirtschaftlich seien die verarbeitenden Betriebe weiter prägend für die Stadt, ebenso liege auch ein Schwerpunkt im Bereich Gesundheit und Soziales. In Sachen Tourismus und Gastgewerbe heiße es, die Belange mit dem Einzelhandel zusammenzuführen. Das Konzept „Tu dir die Ruhr an“ soll als Marke ausgebildet werden. „Wir müssen den Begriff nun mit Inhalten füllen und dürfen ihn nicht verspielen“, so Reuter.

Städtebauliche Veränderungen könnten auch in Zusammenarbeit von öffentlicher und privater Hand passieren, schlug Reuter vor, um beispielsweise Bereiche wie das Gebiet Ramecke, das Rathausumfeld oder den Bigger Bahnhof zu attraktivieren. Die Schaffung von „Grünachsen“, Erstellung eines Parkraumkonzeptes sowie die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs gehörten außerdem zu den Fünf-Säulen-Vorschlägen.

„Festlegung von zentralen Versorgungsbereichen“

Thomas Frye von der IHK Hellweg-Sauerland griff den Bereich Einzelhandel auf: „Vitale Stadtkerne brauchen öffentliche und private Investitionen!“ Insgesamt stellte er ein optimistisches Szenario für Olsberg vor. 80% der eigenen Kaufkraft blieben in der Gemeinde – das sei ein akzeptabler Wert. Zwar gebe es Branchen mit Schwächen, doch empfahl er, die Wettbewerbsfähigkeit durch Sortimentsoptimierung und nur moderates Wachstum zu sichern. Die von der Politik eingeforderte Festlegung von zentralen Versorgungsbereichen, die die Nahversorgung sichern und Innenstädte schützen sollen, bedeute für Olsberg die Stärkung der drei Zentren Bigge (als Nebenzentrum), das Stadtzentrum (Ruhrufer) mit Schwerpunkt Lebensmittel sowie als Hauptzentrum den Ortskern Olsberg. Ergebnisse „GEWERBE Monitor“

Ein positives Bild der Stadt zeichnete auch die Umfrage unter 100 Unternehmen in Olsberg. Karl Metten stellte die Ergebnisse von „GEWERBE Monitor“ vor, einer deutschlandweiten Vergleichsstudie zur Standortzufriedenheit. 89% leben gerne in Olsberg, 53% der Befragten sehen einen wirtschaftlichen Aufwärtstrend und 45% rechnen innerhalb der nächsten 5 Jahre mit mehr Umsatz. Kritisiert wurde beispielsweise die Transparenz von Genehmigungsverfahren in der Kommune, außerdem könne sich die Außendarstellung der Stadt verbessern. Elmar Reuter nutzte die Veranstaltung, um zum Stand der Großprojekte zu informieren. Bad-Neubau, Bahnhof, Umgehungsstraße – wichtige Bauphasen haben begonnen, insgesamt liege man im Zeitrahmen. Das interkommunale Gewerbegebiet Antfeld-Altenbüren werde weiter entwickelt, sonstige Gewerbeflächen sind in Olsberg weiterhin rar gesät. Einige ergeben sich noch im Bereich Elleringhausen und Bruchhausen.

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