Offene Briloner Stadtführung im Oktober 2021

Brilon. Brilon ist eine Stadt mit bemerkenswerter Historie. Schnade, Schützenverein und Bergbaugeschichte sind jedoch nur Teile der Vergangenheit. Hierneben gibt es noch Kapitel der Stadtgeschichte, die nur selten abgedruckt werden. Erzählungen über Mythen, über Henker, über vermeintliche Zauberer und Hexen sind ebenso in Brilon bekannt. Sie zu erzählen, hat sich die Briloner Stadtführergilde zur Aufgabe gemacht. Am 16. Oktober 2021 um 16 Uhr ist es wieder soweit und die Gilde lädt zur offenen Themenführung Hexen, Henker und Historie ein.
Startpunkt ist das Museum Haus Hövener, von dem die Kernstadt erkundet wird. Geschichtsbegeisterte und Interessierte besuchen die Stätten, an denen traurige Schicksale ihren Lauf nahmen. Anna Muschel, eine einfache Bürgerin, die im Derker Quartal wohnte, ist eine solche Person. Sie geriet vor mehr als 250 Jahren in die Mühlen der Justiz rund um Aberglaube und Zauberei. Teils unglaublich klingen die Vorwürfe, die ihr das Gericht machte, als sie in das Rathaus geführt wurde. Annas Prozess steht beispielhaft für die sogenannten „späten Briloner Hexenprozesse“ im 17. Jahrhundert. Doch was hat das Derker Tor, das Siechenhaus und die Rochus-Kapelle damit zu tun? Welche Spuren des Aberglaubens finden wir noch heute in der Stadt Brilon?
Es sind solche Fragen, die Elke Bertulis von der Briloner Stadtführergilde des Heimatbundes seit Jahren umtreiben. Sie findet immer mehr Details über diese dunklen Kapitel der Stadtgeschichte. Dabei ist die daraus entstehende Führung nichts für schwache Nerven. Die Erzählungen rund um Folter und Verurteilung bleiben dennoch ein spannender wenn auch schauriger Aspekt der Geschehnisse in Brilon.
Interessierte können sich für die Führung am 16. Oktober 2021 um 16 Uhr im Haus Hövener anmelden (tel. 02961 963 99 01 / E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Die Kosten für die gut zweistündige Führung betragen 8 Euro pro Person. Aufgrund der Pandemie gilt drei G-Regel.
Foto: Carsten Schlömer – Museum Haus Hövener (MHH)

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