JHV KSB 2021: Mitgliederschwund – Blick nach vorn

Hochsauerlandkreis. „Viele Einnahmen sind weggebrochen. Das war ein katastrophales Jahr 2020, alles stand unter dem Molloch der Corona-Pandemie“, die Aussage von Detlef Lins war klar und deutlich, erster Vorsitzender Kreissportbund Hochsauerlandkreis (KSB).
Die digitalisierten Kursangebote seien zwar erfolgreich gewesen und gut angenommen worden, jedoch konnten viele Angebote wie Schwimmen, Turnen, Tanzen oder auch Kampfsport seit letztem Jahr gar nicht mehr stattfinden. Trotz der vielen Beratungsleistungen und dem starken Einsatz des KSB-Teams unter Umsetzung der Corona-Schutzverordnung sei ein Mitgliederschwund zu verzeichnen. Von insgesamt 110.000 Mitgliedern haben laut Lins 2.600 Sportler die Vereine verlassen. Das bedeutet einen Rückgang von 2,3 Prozent, NRW-weit liegt er bei 3,4 Prozent. Dank der Verbundenheit der echten Sportler an ihre Vereine seien die Austritte jedoch noch im Rahmen geblieben.
„Der Laufcup, Sportlerehrungen, die HSK Sportgala und das Tanzfestival können nicht wie gewohnt stattfinden. Wir hoffen, dass es im zweiten Halbjahr aufwärts geht und wir auch richtige Fortbildungen durchfühen können“, so der Chef vom KSB, der allen Übungsleitern für ihren Einsatz und ihre Flexibiliät dankte.
Die HSK Sportgala 2021 soll möglicherweise in abgespeckter Form oder sogar draußen im Herbst stattfinden. Geplant sei, die Mannschaft des Jahres zu ehren, die aus den letzten zehn Jahren gewählt werden soll. Ein Sportangebot sei eventuell im Sommer denkbar, je nach Corona-Lage. Lins verdeutlichte dabei, dass der Landessportbund (LSB) alles dransetzen werde, damit die Sportstätten geöffnet werden dürfen.
Durch Corona sei eine große Unsicherheit entstanden, daher werde der Wirtschaftsplan 2021 möglicherweise schlechter ausfallen als im vergangenen Jahr aufgrund weniger Sponsoreneinnahmen und fehlender Veranstaltungen.
Landrat Dr. Karl Schneider erklärte in seinem Grußwort: „Der Sport ist ein tragender Pfeiler der Gesellschaft im HSK und unverzichtbar. Es ist kann daher keine Lösung sein, keine Perspektiven anzubieten. Über Öffnungskonzepte muss nachgedacht werden. Auf Dauer darf nicht alles abgeschlossen sein. Mit 460 Vereinen ist der HSK eine der facettenreichsten Regionen in ganz Nordrhein-Westfalen. Es darf nicht sein, dass Kinder nicht mehr schwimmen lernen oder Sport machen.“
Man brauche Kondition, Durchhaltevermögen und die Puste dürfe nicht ausgehen. Die engen Verknüpfungen zwischen Vereinen, Städten und Kommunen seien wichtiger denn je gab der Schmallenberger Landrat zum Besten. Zudem trage das Förderprogramm des LSB „Moderne Sportstätte 2022“ mit seinen bereitgestellten 300 Millionen Euro an Fördergeldern dazu bei, die eigenen Sportstätten zu modernisieren und somit zukunftsfähig zu sein.
„300 Millionen Euro an Fördergeldern sind ein deutliches Signal für die Sportinfrastruktur. Insgeamt 46 Anträge wurden von den Vereinen gestellt, 41 erhielten ein positives Ergebnis“, so Detlef Lins abschließend.

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