Bigge AKtiv nimmt Stellung zur Grundschule Bigge

Bigge AKtiv Grundschule2 thumbBigge. Die Bürgerinitiative Bigge AKtiv (BA) hatte in der letzten Woche (KW 9) eine Info-Reihe in den sozialen Medien gestartet. Anlass hierfür war der anstehende Beschluss in der kommenden Ratssitzung zum Verkauf der Bildungswerkstatt. Im Kurier-Interview nimmt die Initiative Stellung.
In der vorgelagerten Fachausschusssitzung am Montag, 08.03.2021, bezichtigte man daraufhin die Bürgerinitiative Bigge AKtiv der Unglaubwürdigkeit.  Der Sauerlandkurier (SK) hat bei Bigge AKtiv nachgefragt:
Bigge AKtiv, wie unglaubwürdig sind Sie?
Alle Daten und Fakten, die wir veröffentlicht haben, sind valide und überprüfbar. So stammen beispielsweise die von uns genannten rund 1000m² für das Grundstück der Bildungswerkstatt aus einem Vortrag der Stadt Olsberg.
Was ist sind Ihre Anliegen?
Wir setzen uns ein für unsere Grundschule und ein gesundes Miteinander mit der Klinik. Wir verstehen die Notwendigkeit des Ausbaus der Klinik, möchten aber gleichermaßen diese Möglichkeit auch für die Schule gewahrt wissen.
Wo sehen Sie das Problem?
Der ersatzlose Verkauf des Grundstücks bedeutet ohne Zweifel, dass die Schule künftig nicht mehr ausbaufähig ist.
Aber in Zeiten sinkender Schülerzahlen dürfte das doch eigentlich kein Problem sein, oder?
Könnte man meinen – ist aber nicht so. Allein in Bezug auf die Geburtenraten steigen die Zahlen in den kommenden Jahren. Hinzu kommt der Generationenwechsel in weiten Teilen von Bigge und das Schule und Betreuung zunehmend Platz benötigen. Wir haben bundesweit eine massive Tendenz zu mehr Bildung- und Betreuung. Die Konzepte verändern sich grundlegend. Bildung- und Betreuung ist und bleibt ein «Wachstumsmarkt». Da hält man Kapazitäten vor. Auf Bundes- und Landesebene hat man diesen Trend bereits erkannt. So stellte der Bund Ende Dezember dem Land NRW zusätzlich 158 Millionen Euro für den Ausbau des offenen Ganztags zur Verfügung. Der Fokus liegt neben dem Ausbau der Plätze auch auf Qualität.
Sie schlagen den Miterwerb des Grundstücks Asshauer vor, welches zurzeit in Händen der Klinik ist.
Das Grundstück hat eine Fläche rund 1200m² und auch der Bürgermeister selbst hatte es in Gesprächen schon als eine mögliche Alternative ins Spiel gebracht.
Wenden Sie sich eigentlich noch gegen den Abriss generell?
Wir respektieren diesen Entschluss, setzen uns aber weiterhin für die langfristige Sicherung der sozialen Infrastruktur für unsere Kinder ein. Attraktive Bildung- und Betreuung für unsere Kinder und jungen Familien und zwar vor Ort: «Kurze Beine – Kurze Wege». Diese Perspektive sehen wir in akuter Gefahr.
Was erhoffen Sie sich?
Wir haben seit Februar 2020 sehr viele konstruktive Gespräche mit Mitgliedern des Rates geführt und konnten den Rat Mitte 2020 überzeugen, korrigierende Maßnahmen zu ergreifen. Ohne unsere Arbeit gäbe es heute kein integriertes pädagogisches Konzept – Grundschule, OGS und Betreuung würden sich heute ein Gebäude teilen, das selbst nach Realisierung des Konzeptes noch 200m² zu klein wäre. Unsere Hoffnung ist, dass auch diesmal genügend Ratsmitglieder die Tatsachen mit offenen Augen, Ohren und einem offenen Herzen aufnehmen. Wir bauen auf ihre Courage zu sagen: „Moment! Verkauf ja – aber nur unter Wahrung der Perspektiven für unsere Kinder.“

Bigge AKtiv Grundschule2
Über diese Pläne wird kontrovers diskutiert.
Foto: Bigge AKtiv

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