Die Regulierung der Ruhr (Teil 2)

StauseeÜber den Akt der Einleitung der Ruhr in das Neue Ruhrbett am 02.10.1953 gibt es die nachstehende Niederschrift.Die Ableitung der Ruhr in das neue Ruhrbett war für den 02. Oktober 15.3o Uhr vorgesehen. In Folge der Krankheit des Verbandsvorstehers Hoffmann übernahm dessen Aufgabe der Stellvertreter, Bürgermeister Lenze, Olsberg.

In einer kurzen Ansprache wies Bürgermeister Lenze auf die Ursache der Ruhrregulierung hin und sprach die Erwartung aus, dass nunmehr die Ruhr gebannt sei und keine Schäden durch Hochwasser anrichten könne. Anschließend sprach dann, als Bauleiter, Kreiskulturbaumeister Bröcher,

der auch den Auftrag zum Durchstich des Dammes und Ableitung der Ruhr in das neue Ruhrbett gab.

Fischer an der RuhrAm Festtag nahmen neben dem Vorstand des Verbandes für den Ausbau und die Unterhaltung der Ruhr die Gemeindevertretungen von Bigge und Olsberg, Ingenieur Lehmann, als Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Hagen, Direktor Becker, VEW Arnsberg, Oberkreisdirektor Steineke, Amtsbürgermeister Balkenhol, die Inhaber der beiden Baufirmen Raabe, Kassel und Braun, Neheim – Hüsten teil.

Bei der nun folgenden Besichtigung des neuen Ruhrbettes und der im Bau befindlichen Anlagen (Sportplatz und Badeanstalt) gab Bürgermeister Lenze, Olsberg, die notwendigen Erläuterungen und lud dann zu einem Umtrunk im Gasthof Wilhelmshöhe ein. Hier begrüßte er die Gäste und dankte vor allem in seiner Ansprache den beiden Baufirmen für ihre Arbeit und gab sodann einen geschichtlichen Überblick über das Zustandekommen des Wasserverbandes mit dem Ziel der Ruhrbegradigung und Schaffung eines hochwasserfreien Gebietes.

Waschen in der RuhrBürgermeister Friederichs sprach anschließend als Vorstandmitglied und Bürgermeister der Gemeinde Bigge. Er bedauerte, dass der Verbandsvorsteher Hoffmann in Folge seiner Krankheit nicht habe an dem Festakt teilnehmen können, da er sich mit seiner ganzen Person für den Erfolg der Sache eingesetzt und auch manche Schwierigkeit aus dem Wege geräumt habe. Er gab seiner Freude Ausdruck über das gute Gelingen des Werkes und sprach allen Beteiligten seinen Dank aus.

 

Der Schriftführer:

Amtsoberinspektor

(Unterschrift unleserlich)

 

Quellennachweis:

Zeitschrift „ Am Stein“ Nr. 3, nennt als Quelle das

Stadtarchiv Olsberg


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