Briloner Michaeliskirmes 2019

artikelbild regionalesBrilon. Vom beginnenden Herbst geprägt, hat sich die Briloner Michaeliskirmes wieder als ein Höhepunkt im Jahreskalender präsentiert. „Diese Innenstadtkirmes ist nicht nur Tradition, sie ist schon Brauchtum“, unterstrich Bürgermeister Dr. Christof Bartsch bei der Eröffnung am Freitagnachmittag.
Der offizielle Start durch die Briloner Waldfee Sarah Schleich gepaart mit vielen bunten Luftballons aus den Händen der Kindergartenkinder sowie dem traditionellen Fassanstich durch den Bürgermeister fand noch bei richtig gutem Kirmeswetter statt. Tatkräftig unterstützt durch seinen Amtskollegen Thomas Gedemer aus der befreundeten Stadt Herbolzheim, gab es nach drei gezielten Schlägen auf den Zapfhahn den obligatorischen Gerstensaft unter dem Briloner Rathausbogen. 
Angeführt durch die Musiker des Blasorchesters Brilon ging es dann über die Kirmesmeile, die sich mit der Erweiterung und Einbeziehung der Strackestraße zu einer runden Sache entwickelt hat. „Das war genau der richtige Schritt“, unterstrich Marktmeister Winfried Pape. „So haben wir einen optimalen Anschluss an die Krammarktmeile gefunden und die Kirmes ohne Leerbereich abgerundet.“ 
Auch die Schausteller waren mit der neuen Gestaltung und der Aufteilung der Fahrgeschäfte mit Besuchsmagneten jeweils an den Enden der Straßen sehr zufrieden. Sie wiesen beim traditionellen Kirmesfrühschoppen aber darauf hin, dass die Briloner Kirmes in Bezug auf die Besucherzahlen damit seine optimale Größe erreicht habe. 
"Kirmesverlauf war aus unserer Sicht zweigeteilt“
Die Ordnungsbehörden und der Rettungsdienst zeigten sich mit dem Verlauf der Festtage zufrieden. Das neue Konzept hat zu einer Entzerrung der Schwerpunkte geführt und die Vorfälle beziehungsweise Einsätze hatten sich im normalen Rahmen befunden. Einen besonderen Erfolg konnte die Polizei am Freitag für sich verbuchen, als den Beamten zwei stadtbekannte Dealer aufgefallen waren und diese auf frischer Tat festgenommen werden konnten. 
„Der Kirmesverlauf war aus unserer Sicht zweigeteilt“, erklärte Andreas Schober, Leiter der Polizeiwache Brilon. „Während des Nachmittags war es friedlich, am Samstag und Sonntagabend mussten wir bei sieben Schlägereien eingreifen. Insgesamt hatten wir bis Sonntagabend zehn Ingewahrsamnahmen. Das sind zwar etwas mehr als in den Vorjahren, aber nichts Kritisches. Es handelt sich dabei um nicht eingehaltene Platzverweise oder Streitigkeiten. Also nichts wirklich Weltbewegendes.“ Zu Schaden kam ein Standbetreiber, dem in einem unbeobachteten Moment die Tageseinnahmen gestohlen wurden. Durchgegriffen hat die Polizei auch, indem sie ein Handy sichergestellt hat, auf dem Aufnahmen eines Einsatzes waren, bei dem die Geschädigte deutlich zu sehen war. „Hier geht es klar um den Schutz der Persönlichkeitsrechte“, betonte der erste Kriminalkommissar Andreas Schober. Auch beim Rettungsdienst hielten sich die Einsätze im gewohnten Rahmen und für die Feuerwehr gab es keine Einsätze. 
Ein besonderes Lob zollte Brilons Bürgermeister den Mitarbeitern des Bauhofes, die zwar unbemerkt in den Stunden, wenn die Kirmes ruht, wieder hervorragend für Sauberkeit auf den Feiermeilen gesorgt haben. 
Einige Stände wegen Wetterkapriolen nicht aufgebaut
Nicht nur den Schaustellern, sondern besonders auch den Marktbeschickern haben die Wetterkapriolen leider arg zugesetzt. „Einige meiner Kollegen konnten aufgrund des Sturmes ihre Stände mit Marktschirmen nicht aufbauen“, erklärte der Briloner Peter Lay, der als langjähriger Markthändler schon vieles erlebt hat. „Es sind viel zu wenige Besucher hier. Das Wetter hat uns das Geschäft verdorben.“ Waren die Straßen und Plätze bei trockenem Wetter, insbesondere auch beim verkaufsoffenen Sonntag, gut gefüllt, verlagerte sich das Feiern bei den teils sehr kräftigen Schauern dann doch notgedrungen unter die Schirme und Überstände sowie den Festzelten. Dort wurde besonders auch am Montag, dem traditionellen Handwerkerfesttag, ausgelassen gefeiert. 
„Es ist nicht selbstverständlich eine solche Innenstadtkirmes zu haben“, betonte Bürgermeister Dr. Bartsch. „Es steckt viel Herzblut in der Vorbereitung und der Durchführung. Besonders ist aber den Anwohner zu danken. Es verdient Anerkennung und Respekt, dass die Anwohner so tolerant sind. Sei es, dass sie tagelang ihre Häuser nicht in gewohnter Form erreichen können, als auch den mit einem solchen Fest verbundenen Lärmpegel tolerieren. Es ist mir bewusst, dass es nicht immer angenehm ist, aber genau dieses Entgegenkommen der Bürger ermöglicht es eine solch tolle Kirmes in unserer Hansestadt zu haben.“

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Das Riesenrad auf dem Marktplatz ist der Mittelpunkt der Briloner Kirmes.
Foto: Manfred Eigner

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