Männerchor 1868 Brilon: Ein besonderes, ein bewegendes Konzert

Brilon. Nach Begrüßung mit dem hebräischen „ Schalom Aleichem“ verbunden mit dem Gegengruß „Alechem Schalom“ eröffnete der Männerchor unter der musikalischen Leitung von Hans-Joachim Senft  den musikalischen Reigen mit  Liedern „Am kühlenden Morgen“, „Unter der Linde“ und dem Spiritual „My Lord what a Morning“.
In den weiteren Liedvorträgen des Männerchores lag die Betonung auf Frieden, Liebe, Freiheit, Grenzen, Freunde, Freundschaften, Brüder ,Schwestern. Die richtige Medizin zur Stärkung der Solidarität, der Brüderlichkeit und der Weltoffenheit. Natürlich durften das israelische Volkslied „Havenuh Schalom Alejchem“ und das Lied „Frieden, Frieden sei der Welt beschieden“ von Gotthilf Fischer im Repertoire des Chores nicht fehlen.
Die eingefügten Wortbeiträge der Autorin Christina Maria Hesse unter dem Titel „Verschwörungen im Sauerland“, dem Vertreter des Jugendparlamentes „Schicksale zu den Stolpersteinen“, dem Vertreter des Alfred-Delp-Hauses mit der Lebensgeschichte eines minderjährigen Flüchtlings, Pfarrer Rainer Müller mit der Todesfuge von Paul Celan untermalt durch das virtuose Harfenspiel von Frau Dorothe Bach. Und  Frau  Jessica N’Guessan, Servicestelle ADA, beim Caritasverband Brilon, berichtete von ihrer „ganz normalen“ Tagearbeit. Alle diese Beiträge gaben unterschiedlichste Einblicke in die Situation der Gesellschaft aber zeigte auch das Gedankengut auf, das mitten unter uns in unmittelbarer Nachbarschaft herrscht und das nicht so ohne Weiteres hinzunehmen ist. Alle diese Vorträge lösten große Betroffenheit bei den Besucher aus.
Frau Christina Maria Hesse beendete ihrer Erzählung  mit den Worten:  „Ich verneige mich vor Gottes Schöpfung ,vor den Religionen unserer Welt, mit dem Wunsch auf Frieden für die Menschen und Akzeptanz für Ihre Religionen!“
Die meisterlich interpretierten Instrumentalstücke in jüdischen, jiddischen Weisen und in hebräischer Tradition wie Sol Sajn Scholem,  Harrys Freilach, Tum Balalaika und Klezmeron, Nanis Vals und In Odess, Thema aus Schindlers Liste und Battare  Procciutto, vorgetragen von Timur Iasakov, Klarinette und Saxofon, Sonja Harlinghausen am Klavier und Julina Brüggemann an der Violine, fanden großen Zuspruch beim Publikum und regten oft zum Klatschen an.
Die zwei Konzertstunden mit den Lied- und Wortvorträgen waren von Chor und Besuchern ein ganz klares Zeichen für Solidarität, für Brüderlichkeit und für Weltoffenheit, ganz im Sinne des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland MENTSH !
„Verteidigt die Freiheit, den Frieden mit Zähnen und werdet nie mehr des Erinnerns zu schwach.“, mit den zwei letzten Versen des  Gedichtes „Stolpersteine“ von Hans-Jürgen Katzer  entließ der 1. Vorsitzende des Männerchores 1868 Brilon nach zwei Stunden die Besucher  des Konzertes.
„Die Musik, die wundervollen Menschen, das alles macht Hoffnung auf “Frieden!“ : so eine Besucherin am Ende des Konzertes!

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Pianistin Sonja Harlinghausen und Sänger des Männerchores 1868 Brilon

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