Aktion "Super-Nachbarn 2020"

super nachbar1 thumbEine Straße, die ihren Namen wirklich verdient: Der Sonnenweg in Olsberg. Hier wird nicht nur Nachbarschaftshilfe groß geschrieben, sondern auch das Miteinander unter den Generationen funktioniert vorbildlich. Grund genug, die Anwohner mit dem „sonnigen Gemüt“ als „Super-Nachbarn“ auszuzeichnen.
Stellvertretend für die gesamte Nachbarschaft nahmen daher die beiden ältesten Bewohner Marianne Menke (85 Jahre) und Josef Hesse (90 Jahre) die T-Shirts im Rahmen der gemeinsamen Aktion der Brauerei Veltins und des SauerlandKurier entgegen, während die „Hellen Pülleken“ natürlich gleich mit dem gesamten Straßenzug geteilt wurden. Denn als Senioren des Sonnenwegs leiten die beiden rüstigen Bewohner noch heute die Geschicke in der Nachbarschaft, indem sie auf die Kinder achten sobald sie auf der Straße spielen, ihnen auch mal ein paar Süßigkeiten zustecken sowie als „alte Hasen“ Tipps beim Feste organisieren geben. „Wir haben 1969/70 als dritte Familie im Sonnenweg gebaut. Inzwischen leben wir 50 Jahre hier und feiern regelmäßig mit unseren Nachbarn Feste. Seitdem die jungen Leute hier wohnen, ist sogar unser Straßenfest von früher wieder auferstanden“, freut sich der ,Dienstälteste‘, Josef Hesse, über den beispielhaften Zusammenhalt zwischen mehreren Generationen. 
Beim ersten Straßenfest, das 2018 nach zahlreichen Jahren von den Bewohnern initiiert worden ist, wurden gleich die Häuser beflaggt, Reibekuchen gebacken und anschließend der Straßenkönig erkoren. Nur kurze Zeit später feierten die „Sonnenfreunde“ dann ausgelassen ihr großes Schützenfest, denn die Eltern des damaligen Schützenkönigs Julius Hilbig wohnen auch in der beliebten Sackgasse. „Dafür haben wir extra mit viel Freude und Liebe zum Detail unsere Straße geschmückt. Unsere Marianne hat sogar einen Königstanz auf der Straße gemacht“, berichtete Mareike Vollmer noch heute mit einem Schmunzeln im Gesicht. 
Liebevoll und ideenreich ging es danach weiter, denn im Sonnenweg wird Gemeinschaft sowie ein gemütliches Zusammensein groß geschrieben. Sei es auf Feten, spontanen Weinabenden auf der Straße, einem kurzen Schnack mit Bierchen am Gartenzaun oder durch das Teilen der Obst- oder Gemüseernte. „Ostersonntag kam plötzlich bei uns im Sonnenweg der Osterhase. Heimlich wurden selbst gebackene Muffins vor die Haustüren gelegt, um den Nachbarn besonders in der Corona-Zeit ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“, ergänzte Nachbarin Silvia Schnabel. 
Aber das war noch lange nicht alles in Corona-Zeiten. Familie Hammer hat nämlich während dieser schweren Zeit der gesamten Nachbarschaft monatelang ein Ständchen gebracht. Genauer gesagt haben Kristina Hammer mit dem Saxophon, Ehemann Volker und Sohn Konstantin (beide Trompete) jeden Sonntag ihre Freunde im Alter von sieben Monaten bis neunzig Jahren mit zahlreichen musikalischen Highlights verwöhnt und erfreut. Immer abends um 18 Uhr, vom 22. März bis zum 21. Juni, sind die drei der Aufforderung vom Volksmusikerbund Nordrhein-Westfalen gefolgt, ein Corona-Ständchen auf dem Balkon zu spielen und damit Sonne in die Herzen der Anwohner zu zaubern. 
„Kristina hat uns in der WhatsApp Gruppe immer genau informiert und uns zuvor alle Liedtexte geschickt, damit wir alle mitsingen konnten. Mal waren es moderne, mal traditionelle Lieder. Die Konzerte haben teilweise bis zu zwei Stunden gedauert. Hinterher gab es immer ein Schnäpschen oder auch zwei zum Desinfizieren“, so Silvia Schnabel. 
Aber nicht nur das beispielhafte, gemeinsame Musizieren und Singen zeichnet den Olsberger Sonnenweg aus. Der April hatte zuvor mit einer tollen Waffelaktion abgeschlossen. Auf Bestellung brachten die Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren den Anwohnern ihre frischen Waffeln entweder per pedes, mit dem Dreirad oder sogar mit dem Trecker. Als letzte Aktion vor den großen Sommerferien hat es sich die Straße nicht nehmen lassen, Ende Juni ein eigenes Corona-Schützenfest auf die Beine zu stellen – stilecht mit Festmusik, Hüpfburg für die kleinen Bewohner, Vogel abwerfen, Fahne hissen, Zapfenstreich und kleinen Büdchen. 
„Das gemütliche Zusammensein aller Generationen und die Nachbarschaftshilfe zeichnet uns einfach aus. Der Sonnenweg macht seinem Namen alle Ehre. Hier leben viele sonnige Leute“, lautete das überaus treffende Fazit von Seniorin Marianne Menke, die bereits seit 43 Jahren in der illustren Straße lebt.
Mitmachen und gewinnen 
Wer ebenfalls seinen Nachbarn überraschen möchte, der ist bei unserer Aktion „Super-Nachbar“ genau richtig. Alle Infos gibt es unter www.super-nachbar.de

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Darauf ein „Helles Pülleken“: Die Anwohner des Sonnenwegs stoßen auf ihren Titel „Super-Nachbar“ an.
Bild oben: Echte Urgesteine des Sonnenwegs: Marianne Menke und Josef Hesse.
Fotos: Claudia Metten

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