Der aktuelle Stand beim Weiterbau der A46

a46 neu1 thumbVelmede/Nuttlar. Der Countdown läuft: Das logistische und architektonische Mammutprojekt A46 neigt sich dem Ende. Ab dem 18. November 2019 rollen im vierten und letzten Quartal des Jahres die Autos, Busse und Lkw über das 8,4 Kilometer lange Teilstück Richtung Brilon, Olsberg und Winterberg. Wir haben einen exklusiven Blick auf den aktuellen Sachstand geworfen.
Der letzte Feinschliff wird erledigt, die letzten Markierungsarbeiten werden im Bereich des Zubringers B 480 sowie in kleinen Restbereichen auf der Bundesautobahn durchgeführt, die zwischen Velmede und Nuttlar als zukünftiger Anschluss an das Autobahnkreuz Wünnenberg/Haaren (A44/A33) dienen soll. „Es sind nur noch kleine Restarbeiten zu erledigen: Anpralldämpfer sowie rund 2,5 Kilometer Schutzplanken auf dem Zubringer müssen noch montiert werden“, freut sich Projektleiter Richard Mede vom Landesbetrieb Straßenbau NRW über den erfolgreichen Abschluss des Großprojektes. „Die Fahrbahn ist komplett fertig. Wir sind sehr zufrieden. Die letzten Arbeiten laufen ausgesprochen gut.“
Autobahn- und Hinweisschilder werden montiert
Derzeit sind täglich 30 bis 40 Leute im Einsatz, um die Restarbeiten zu erledigen, die WC-Anlagen mit ihren jeweils fünf Kabinen auf den Parkplätzen auf beiden Fahrbahnseiten aufzubauen sowie die Sanitäranlagen zu installieren. Die Fertigstellung des neuen Prototyps für WC-Anlagen mit den dazugehörigen Parkplatzanlagen für rund 40 Fahrzeuge soll laut dem Projektleiter jedoch erst Anfang 2020 erfolgen. 
Während die Baustraßen bereits fast alle zurückgebaut wurden und die Fundamente wie auch Aufstellvorrichtungen erledigt sind, heißt es jetzt noch bis zur Eröffnung der A46 die Autobahn- und Hinweisschilder zu montieren. „Wir müssen nur noch im Großraumbereich der Talbrücke Nuttlar ein paar Baustraßen zurückbauen und bis 2020 vereinzelte Erschließungswege anpassen. Die Netzsicherung an den Hängen ist komplett abgeschlossen“, so Mede. 
Nachdem bereits 2006 das Planfeststellungsverfahren für den Bau der A46 eingeleitet und am 4. September 2009 der erste Spatenstich am damaligen Autobahnende in Velmede getätigt wurde, sind mittlerweile viele Jahre ins Land gezogen und dabei gigantische Brückenbauwerke wie die 505 Meter lange und 26 Meter hohe Talbrücke Hammecke oder auch die 454 Meter lange und 62,5 Meter hohe Talbrücke Schormecke entstanden. 
Als „architektonischer Riese thront“ über allem die Talbrücke Nuttlar. Mit ihren Rundpfeilern, die trotz ihrer enormen Dimensionen gazellenhaft gen Himmel ragen, schmiegt sich das eindrucksvolle Bauwerk seit Fertigstellung Ende 2015 in die Landschaft. 56 Millionen Euro, 28.500 Kubikmeter Beton und 8.200 Tonnen Stahl verschlang allein diese gigantische Stahlverbundbrücke, die mit einer Höhe von 115 Metern und einer Gesamtlänge von 660 Metern das Tal des Schlehbornbaches überspannt - und damit die höchste Autobahnbrücke in ganz NRW ist.
Fahrbahn wird unmittelbar vor der Eröffnung gereinigt
Zu den aktuell zu erledigenden Restarbeiten gehören unter anderem Aufforstungs- und Pflegearbeiten, Lückenschlüsse, die Montage der Ampelanlage sowie die Reinigung der 119 Drainage-Rohre. In der letzten Woche vor Eröffnung des neuen A46-Abschnitts am 18. November heißt es dann noch einmal, die komplette Fahrbahn zu reinigen. „Die gesamt Strecke muss vor der Freigabe noch einmal kontrolliert und sauber gemacht werden. Es muss sichergestellt sein, dass keine scharfen Steinchen oder Gegenstände auf der Fahrbahndecke liegen. Erst danach dürfen die Autos, Busse und Lkw fahren“, erklärte Projektleiter Richard Mede. 
Die Fahrbahnmarkierungen sind aufgebracht, auch viele Leitplanken stehen schon: Bald rollt der Verkehr auf dem neuen Abschnitt der A46.
Weitere Bilder von „Kurz vor der Eröffnung der A46“ finden Sie hier

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So sieht es aktuell auf dem neuen Teilstück der A46 aus
Foto: AW

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