„Young 7Teen Jazz Orchestra“ erhält Jazz-Nachwuchspreis

Jazz2Um bei jungen Leuten das Interesse an der Jazzmusik zu wecken und den Jazz in der Region sowohl zu fördern als auch zu repräsentieren, hat der Olsberger Tim Köhler 2015 das Big-Band-Projekt „Young 7Teen Jazz Orchestra“ ins Leben gerufen. Drei Jahre später erhält das 19-köpfige Ensemble nun den WDR Jazzpreis 2018 in der Kategorie „Nachwuchs“.
Ursprünglich war das Projekt nur für ein Wochenende mit zwei Auftritten in Soest und Olsberg vorgesehen. „Zunächst kümmerte ich mich um die Besetzung und die Instrumentalisierung, dann stellte ich zusammen mit den anderen Mitgliedern das Repertoire zusammen“, berichtet der 18-jährige musikalische Leiter Tim Köhler, der selbst als erster Altsaxophonist ein Teil der Big Band ist. 17 Musiker mit einem Durchschnittsalter von 17 Jahren gehörten zum Ursprungsensemble – daher auch der Name „Young 7Teen Jazz Orchestra“. „Nach den beiden erfolgreichen Konzerten waren wir alle der Meinung, dass es zu schade sei, wenn es die Big Band nicht mehr geben würde“, erzählt Sean Welsh aus Olsberg, der Trompete in dem Orchester spielt. Mittlerweile ist die Mitgliederzahl auf 19 Musiker angestiegen, die aus ganz NRW (von Brilon bis Bonn) kommen. Alle Mitglieder spielen privat Musik und sind auch in anderen Ensembles (viele im Musikverein Olsberg) tätig. Der organisatorische Aufwand, der hinter dem Projekt steckt, ist auch für die Jury des WDR Jazzpreises bemerkenswert: „Wer die Mühe kennt, die es macht, auch nur eine kleine Band zusammenzuhalten, für den ist die Entwicklung hinter dem Namen ,Young 7Teen Jazz Orchestra’ ein mittleres Wunder.“ Die logistischen Herausforderungen an das junge Ensemble sind groß. „Wir hatten bisher noch nicht viele gemeinsame Probetermine“, sagt Sean Welsh. „Jeder Musiker bekommt die Noten nach Hause und muss in Eigenregie üben.“"Durch eigene Arrangements noch individueller und interessanter“Das Repertoire der Musikstücke reicht vom klassischen Swing bis hin zu jazzverwandten Stilistiken wie Funk, Latin und Jazz-Rock. Neben dem Verschicken der Noten an die einzelnen Musiker begibt sich Tim Köhler auch an das Arrangieren und Anpassen einiger Stücke. „Durch eigene Arrangements wird das Projekt noch individueller und interessanter“, so der 18-Jährige.Ein Meilenstein in der Orchestergeschichte war die Aufnahme einer eigenen CD. Im Frühjahr 2017 bot die Firma PK-Media Consulting GmbH in Olsberg kostenlose Studioaufnahmen an. Im Vorfeld hatten die Musiker lediglich eine Probe. Tim Köhler: „Zwei Tage lang nahmen wir im Januar Audio-Spuren der kompletten Big Band auf. Danach spielten an separaten Terminen einige Instrumentalisten Soli ein, um die Aufnahmen zu vervollständigen.“ Mit dem Ergebnis konnte das „Young 7Teen Jazz Orchestra“ die Jazzpreis-Jury jedenfalls überzeugen: „Diese CD ist furios, technisch sauber gespielt und voll von dieser ganz besonderen Energie, ohne die eine solche Band nicht möglich wäre. Ein Traum. Ein Wunder“, ist die Jury begeistert. „Bei der Bewerbung haben wir natürlich nicht damit gerechnet, dass wir den Preis auch bekommen“, freut sich Sean Welsh für das ganze Ensemble.Für die Preisverleihung des WDR Jazzpreises am 2. Februar im Stadttheater Gütersloh sind wieder nur drei bis vier Proben angesetzt. Die erste fand am vergangenem Sonntag in Soest statt.
Das „Young 7Teen Jazz Orchestra“ gibt es seit drei Jahren und es bekommt 2018 den WDR Jazz-Nachwuchspreis überreicht.
Foto : Dominik Pfau

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